06. bis 08. März 2026
In Kooperation mit: Internationales Netzwerk zur Entwicklungszusammenarbeit im Bereich psychische Gesundheit e.V. (i.nez), München | Kompetenzzentrum für „Tropenmedizin, Reisemedizin und Humanparasitologie“ am Universitätsklinikum Tübingen | Lehrstuhl für Globale Gesundheit der Akkon Hochschule Berlin
WELCHE ZUKUNFTSBILDER ZEICHNEN WIR?
Eine Ärztin untersucht ein Kind. Im Hintergrund sind weitere Menschen zu sehen: jüngere Kinder, eines im Tragetuch einer Frau, dazu ein Mensch in blauer Kleidung – vielleicht eine Pflegekraft? Die Szene wirkt aufgeräumt, hell und ruhig. Es ist keine Notsituation. Alle machen den Eindruck, sicher und in guten Händen zu sein, allen voran das Kind auf der Liege.
Dieses Bild haben Menschen an die Wand einer Klinik in Beira in Mosambik gemalt. Ein utopisches Wunschbild? Vielleicht. Vermutlich aber ihre konkrete Vision davon, wie sie sich die Gesundheitsversorgung in Mosambik in der Zukunft ausmalen.
Die internationale Entwicklungszusammenarbeit – gerade auch im Gesundheitsbereich – ist 2025 von massiven Disruptionen erschüttert worden. USAID, die größte und finanzstärkste Organisation weltweit, wurde im Sommer 2025 von der US-Administration aufgelöst. Andere Staaten ziehen nach. Auch Deutschland kürzt seinen Etat um acht Prozent. Die Folgen des Rückzugs der USA sind dramatisch, nur ein Beispiel: Verhütungsmittel im Wert von fast zehn Millionen Dollar, die bereits in den Depots zur Auslieferung in Krisengebiete lagerten, aber auch tonnenweise Notfalllebensmittel für hungernde Menschen konnten nicht ausgeliefert werden. Bis 2030 ist so das Leben von Millionen Menschen weltweit auf unterschiedliche Weise bedroht.